Buchempfehlung!

Roxy: „Ich wandele wie benommen durch die Party und merke, dass die Ausgelassenheit in den Hintergrund tritt und ich stattdessen sehe, was unsere menschlichen Opfer sehen: Crack-Häuser und Hinterhöfe. Einsame Zimmer und Toilettenkabinen, Orte, an denen sie mit uns verkehren. Diese Szenen sind immer präsent, doch es ist so leicht, sie unsichtbar zu machen, wenn man sich auf die Party konzentriert. Wer sieht den Schmutz auf der Fensterscheibe, wenn dahinter eine derart spektakuläre Aussicht liegt?“

Faszinierend und wirklich einzigartig ist die Umsetzung dieser Geschichte. Rasant, spannend und gut durchdacht wird das Thema Sucht und Abhängigkeit in diesem Buch behandelt.

Neben den Geschwistern Ivy und Isaac stehen die personifizierten Drogen Adderall (Addison) und das Schmerzmittel Oxycodon (Roxy) im Mittelpunkt der Geschichte. Dabei begleiten wir sowohl die menschlichen Protogonisten wie auch die Medikamente und Suchtmittel in der Ich-Perspektive durch das Buch.

Diese Erzählweise lässt uns, als Nicht-Abhängige, emotional und schonungslos nachvollziehen, welche physische und psychische Macht legale, wie auch illegale Suchtmittel haben.

Es ist wirklich erschreckend, aber auch faszinierend, wie gut das Buch es zulässt sich in die Gedanken der Drogen hineinzuversetzen, ja sogar Sympathien für diese ermöglicht. Im Verlauf zeigt das Buch die Sogwirkung und die toxische Macht der Drogen. Auch die Folgen für das Umfeld bleiben nicht außer Acht.

Eine absolute Leseempfehlung!

Danke, dass ihr für uns da wart!

Jetzt kommt die besinnliche Zeit des Jahres und da möchten wir unseren Freunden und Fürsprechern danken.

Ihr habt uns den Rücken gestärkt.
Ihr habt uns Mut gemacht, weiter zu machen.
Ihr habt uns Trost gespendet in schwierigen Situationen.
Und vor allen habt ihr uns zugehört, wertgeschätzt und begleitet!

Dafür möchten wir heute aus ganzem Herzen Danke sagen!
Es ist toll, solche Freunde und Unterstützer zu haben!
Danke! Danke! Danke!

Euer CoLab-Team

„Einmal Problemkind – immer Problemkind? SAT-1 Fernsehteam bei CoLab

Im Dezember besuchte uns ein Fernsehteam im Auftrag von SAT-1 im Werra-Meißner-Kreis. Zwei Tage lang begleiteten die Medienleute uns und unsere Jugendlichen in der AWAG-Mittelmühle. Sie gingen dabei der Frage nach, ob es jungen Menschen gelingen kann, aus einer problembehafteten Vergangenheit zu entkommen.

Die Jugendlichen zeigten, wie ihr Alltag in der Mittelmühle aussieht: Struktur, Regelmäßigkeit, Verlässlichkeit. Sie berichteten über wertvolle Arbeit, sinnvolle Freizeit, Hoffnung und Vertrauen. Sie erklärten, welchen Schwierigkeiten sie widerstehen müssen und welche Herausforderungen sich dadurch ergeben. Sie zeigten stolz ihren ganz persönlichen Weg, den sie gehen, um in eine bessere Lebenslage zu geraten.

Als Gast besuchte uns ein ehemaliger Teilnehmer aus Speyer, der vor fast 10 Jahren erfolgreich am Programm der AWAG Mittelmühle teilgenommen hatte. Er erzählte seine Geschichte vom damaligen Leben auf der Straße unter Drogenkonsum und Gewalt bis hin zum heutigem Familienvater mit geregeltem Einkommen und guter Lebensperspektive

Auch die Betreuer kamen zu Wort und konnten über die Herausforderungen der täglichen Arbeit und deren Besonderheiten informieren. Ein besonders Anliegen war den Verantwortlichen die Benennung der Unterschiede der eigenen Arbeitsweise zu der von etablierten Systemen der staatlichen Jugendhilfe nach SGB-8. Sie nannten die Gründe, warum die etablierte Jugendhilfe an der Zielgruppe entkoppelter Jugendliche scheitert und diese jährlich zig tausend junge Menschen auf die Straße „entlässt“.

Die Reportage wird im ersten Quartal 2022 auf SAT1 ausgestrahlt.

Speyer: CoLab Förderverein e.V. gegründet – RAP-Musikprojekt und Infostand geplant – Räumlichkeiten gesucht

„Wenn wir in dieser konstruktiven und entspannten Atmosphäre weiter zusammen arbeiten, dann können wir einiges erreichen.“ Diese positive Bilanz zog Klaus Stein, der kurz zuvor zum Vorsitzenden des neu gegründeten „CoLab Fördervereins“ gewählt worden war. Etwa ein Dutzend Personen hatten sich am vergangenen Samstag im Vereinsheim des AV 03 Speyer zur Vereinsgründung zusammengefunden. Sie wollen damit die Arbeit der gemeinnützigen Organisation „CoLab gGmbH“ unterstützen, die seit vielen Jahren erfolgreich junge Menschen auf dem Weg in die Gesellschaft bringt, die durch die Maschen der Sozialbetreuung gerutscht sind, oft nach einem Leben im Heimen  mit Drogenerfahrung und Kriminalität. Es handelt sich sogenannte „Systemsprenger“, die zu „entkoppelten“ Menschen wurden, also vom Staat alleine gelassen.

Zu Beginn wurde darüber gesprochen, wie diese Unterstützung konkret gestaltet werden könnte. So sollen besondere Persönlichkeiten für „Sponsoring Patenschaften“ gewonnen werden. Da CoLab sich alleine aus Spenden finanziert, also keine öffentlichen Mittel in Anspruch nimmt, ist das beschaffen von Geld ein zentrales Anliegen. 

Auch soll ein RAP-Musikprojekt in Speyer gestartet werden. CoLab stellt dazu eine Tonstudio-Anlage zur Verfügung. Allerdings werden dringend Räumlichkeiten gesucht, in denen solch ein Projekt stattfinden kann. Frank Arbogast, Vorsitzender des Vereins „2010Jugendkultur“ und Leiter des Jugendcafés Speyer-West, bekundete Interesse an einer Zusammenarbeit mit dem neuen Verein nicht nur beim Musikprojekt. Schon in der Vergangenheit habe er mit CoLab sehr gute Erfahrungen gemacht, sagte Arbogast, der als Beiratsmitglied bei CoLab e.V. seine Erfahrungen einbringen will.

Weiterhin will sich der Verein noch im November im Rahmen eines Info-Standes in der Maximilianstraße der Speyerer Bevölkerung präsentieren.

Geplant ist auch der Aufbau von Internet-Präsenz wie eine Homepage, Facebook und Instagram.

Da die CoLab gGmbH nicht nur in Speyer sondern auch in Osthessen präsent ist, beispielsweise mit der Außen-Wohn- und Arbeitsgemeinschaft „Mittelmühle“, sollen auch dort Aktivitäten entfaltet werden. Erste Ideen gibt es schon wie die Teilnahme am „Mühlentag“ 2022, an dem sich die Einrichtung, unterstützt durch den Förderverein, der Öffentlichkeit zeigen kann. 

Nachdem die vom Finanzamt auf Gemeinnützigkeit vorgeprüfte Satzung einstimmig verabschiedet wurde, legte die Mitgliederversammlung den Mitgliedsbeitrag auf 3 Euro monatlich fest. 

Die Vorstandswahlen brachten folgende einstimmigen Ergebnisse: 

Vorsitzender Klaus Stein

Stellvertretende Vorsitzende Anja Lenze

Schatzmeisterin Katja Neumann

Beisitzer: Paul Schrank, Pascal Engel und Ulf Neumann.

Kontakt per Mail: k.stein@colab.de​ 

Arbeit an unserem Schuppen

# Arbeitsblog

An alten Häusern gibt es immer etwas zu tun. Letzte Woche haben wir am Rückbau eines alten Schuppens gearbeitet. Hier wurde vom Vorbesitzer irgendwann das Dach verlängert, um den Bau zu vergrößern. Dieses Dach war schon lange kaputt und der ganze Anbau drohte, einzustürzen. Daher haben wir uns dazu entschlossen, den Anbau wieder zu entfernen.

Jetzt möchten wir den Schuppen wieder im ursprünglichen Zustand aufbauen. Bis dahin müssen wir aber noch etwas warten, daher sichern wir das Dach jetzt erst einmal…

Die Arbeiten verrichten wir natürlich gemeinsam mit „unseren Jungs“. Durch die gemeinschaftlichen Tätigkeiten können sie ihre handwerklichen Fähigkeiten ausbauen und lernen, dass Arbeit auch Spaß machen kann.

Unser kleines Wasserkraftwerk

# Arbeitsblog

Da es bald Herbst wird, müssen wir unser kleines Wasserkraftwerk der AWAG Mittelmühle wieder starten. Die Kraft der Sonne reicht dann nicht mehr aus, um unser Haus mit elektrischer Energie aus nachhaltiger Quelle zu versorgen.

Daher haben wir und am Wochenende dran gemacht und die Turbine vom Schlamm gesäubert, der sich dort durch den Stillstand in der Sommerpause angesammelt hatte. Es kam da eine ziemliche „Brühe“ raus 😉 Jetzt steht noch die Wartung des Leitapperates und des Generators an…

Dann können Herbst und Winter kommen…

Nur noch kurze Zeit, …

# Arbeitsblog

dann ist es soweit.

Die Fertigstellung des letzten Teilnehmerzimmers in unserer Wohngruppe ist in den Endzügen. Diese Woche haben wir im Arbeitsblock, natürlich gemeinsam mit den Jungs, das Zimmer tapeziert. Die Jungs konnten hier wieder ganz neue Erfahrungen machen, sie haben etwas gelernt und sind natürlich Stolz auf das Geleistete – selbstverständlich zu Recht.

Als nächstes wird noch gestrichen, dann kommt der neue Boden und dann ist auch dieses Projekt geschafft 🙂

Ausbildung gestartet

# unser Alltag

Zwei unserer Jungs haben am 02. August ihre Ausbildung gestartet!

Durch Praktika konnten sie sich jeweils im Vorfeld in den verschiedenen Betrieben beweisen und erhielten somit ihre Ausbildungsverträge. Damit ist ein weiterer Schritt in ein eigenständiges und selbst bestimmtes Leben getan.

Nun bleibt uns nur für die kommenden drei Jahre ganz viel Erfolg, Durchhaltevermögen und Willenskraft zu wünschen!

und es wächst wieder

# unser Alltag

Auch dieses Jahr haben wir unsere Hochbeete wieder bepflanzt & so können wir bald unsere Möhren und Kohlrabis ernten 🙂

Wir bitten um Hilfe für Leon (18) | CoLab.de – Hilfe für entkoppelte Jugendliche

# HilfefuerLeon

Vor einigen Tagen erhielten wir den verzweifelten Hilferuf einer engagierten Mitarbeiterin aus einer Jugendgerichtshilfe. Die Fachkraft betreut sein kurzem einen 18-jährigen in U-Haft sitzenden Jugendlichen.

Der junge Mann war bereits vor Haftantritt obdachlos, hat eine „Heimkarriere“ hinter sich. Danach Drogenmilieu, schlussendlich Straße, finanziert durch Beschaffungskriminalität. Daher wurde er in U-Haft genommen.

Die Verhandlung endete nun mit einer Bewährung. Das heißt, er wurde ohne Obdach, ohne Ressourcen und ohne finanzielle Absicherung aus der Gerichtsverhandlung entlassen.

Welche Chance bietet sich diesem jungen Mensch also, sich zu bewähren?

Wir möchten diesem Jugendlichen kurzfristig eine Perspektive in unserer Wohngemeinschaft „AWAG Mittelmühle“ bieten.

Da wir für unsere Arbeit keine Gelder aus öffentlicher Hand bekommen, benötigen wir dringend deine Unterstützung. Bitte helft uns mit einer Spende, damit wir die Arbeit mit Leon beginnen können.

Danke!

https://colab.de/spenden-und-helfen