Fortschritte am „Haus der Demut“ II

#Arbeits- „blog“

Im Blogeintrag „https://blog.colab.de/?p=665“ haben wir euch im November vergangenen Jahres einen Einblick in die Arbeiten am „Haus der Demut“ gegeben.

Inzwischen waren wir dort sehr fleißig und haben „weitergebastelt“. Wir möchten euch hier mal wieder einen Zwischenstand geben. Das Haus ist bald fertig und kann genutzt werden. Es steht dann z.B. als „Eingangshaus *1) jungen Menschen zur Verfügung, die zuvor auf der Straße oder bei dubiosen Personen „gewohnt“ haben. Dies ist die Erprobungsstufe zur Aufnahme in die AWAG Mittelmühle„.

An dieser Stelle möchten wir uns bei „unseren“ Jugendlichen Tim, Eric und Paul bedanken, die das Haus zu dem gemacht haben, was es jetzt ist, Auch an unsere Spender ein herzliches Dankeschön! Der gespendete Wasserboiler und die Einbauküche werden gute Dienste tun! – Danke…

*1) In der Eingangsstufe wohnt der junge Mensch dann 
in unserem Eingangshaus, welches weiter von der 
Kerngruppe entfernt liegt. Der Jugendliche kann dort 
in Ruhe ankommen und sich etwas von den Strapazen 
seiner bisherigen Lebenswelt ausruhen. Er lernt 
zunächst die Einrichtung und später deren Bewohner 
kennen. Er sieht, welche Anforderungen an ihn gestellt 
werden und welche Chancen in dem Programm stecken. 
Der junge Mensch und die Betreuer können erste Ziele 
und Wege formulieren und darüber entscheiden, ob ein 
freiwilliger Verbleib in der Gruppe und der Einzug 
ins Haupthaus sinnvoll und möglich sind.

Tannenbaum

# Arbeits- „blog“

Bis zum 1. Advent sind es nur noch ein paar Tage … pünktlich sind unsere Jungs mit ihrem Projekt „Tannenbaum“ fertig geworden. Nachdem die Idee geboren war, wurde geplant, gezeichnet und gemessen.

Nachdem alle Teile zugesägt waren, wurden sie gestrichen und zusammen geklebt bzw. geschraubt.

Nun wartet der Tannenbaum nur noch darauf dekoriert zu werden 🙂

01.12.2020 Nachtrag

Jetzt ist er fertig 😉

Eigene Werkstatt für unsere Jungs

# Freizeit

Dinge selber machen, sich ausprobieren und vor allem seine Freizeit sinnvoll und kreativ gestalten – die besten Argumente um das Aufräumen der Werkstatt in Angriff zu nehmen.

Selbständig haben unsere Jungs die letzten Tage genutzt, um „ihre“ Werkstatt auszumisten und aufzuräumen.

Die Verantwortung für „ihre“ Werkstatt tragen die Jungs selbst – sowohl Organisation wie auch die Ordnung liegt in ihren Händen. So ist neben dem positiven Effekt einer sinnvollen Freizeitgestaltung auch gleich ein Raum entstanden für den sie gemeinsam verantwortlich sind 😉

In eigener Sache: Werkzeug gesucht

Für die Werkstatt suchen wir übrigens noch etwas Werkzeug. Konkret können die Jungs einen Akkuschrauber und einen Schwingschleifer gebrauchen. Wenn Sie hier helfen möchten, sprechen Sie uns bitte einfach an: kontakt@colab.de.

Danke…

Fortschritte am „Haus der Demut“

# Arbeits- „blog“

Ende 2019 haben wir ein kleines und ziemlich verwahrloses Fachwerkhaus an einem idyllisch gelegenen abgelegenen Ort gekauft. Wir hatten zuvor festgestellt, dass wir „unseren Jungs“ zeitweise einen Abstand zur Gruppe einräumen müssen, wenn sie sich problematisch verhalten. Dies ist beispielsweise der Fall, wenn sie Rückfälle zum Drogenkonsum haben und keinen Entgiftungsplatz angeboten bekommen. Die bisherige Alternative war eine „Abstandsbeurlaubung“ auf die Straße mit teilweise fatalen Folgen.

Dieses Haus haben wir nach Entrümpelung und ersten Reparaturen nun schon mehrfach erfolgreich eingesetzt und möchten es nun verbessern. Daher renovieren wir es gemeinsam mit den Jugendlichen.

Diele im OG vor der Renovierung
Altes Schlafzimmer

Bewußt möchten wir es einfach aber dennoch ordentlich halten. Das Konzept ist, dass der Jugendliche in dem Haus sich auf die wesentlichen Dinge besinnen kann und sich und seine Umgebung (wieder) zu schätzen lernt.

Neuer Boden im OG

Das Haus kann in zwei Settings genutzt werden: zunächst bietet das Haus ein einfaches Obdach, welches aus einem kleinen spärlich eingerichtetem Wohn- und Schlafzimmer, einer Küche und einem Bad besteht. In der Erweiterung gibt es eine Stube, welche Gemütlichkeit ausstrahlt und die erweiterte Freizeitmöglichkeiten bietet. Die Stube wird geöffnet, wenn der Jugendliche dafür bereit ist.

Zukünftiges Wohn- und Schlafzimmer in Renovierung

Das Haus soll zukünftig auch der Ort sein, an dem neue Jugendliche bei uns beginnen. Es ermöglicht uns, rasch Hilfe aufbauen zu können, ohne die Kerngruppe zu gefährden, denn „Neulinge“ bringen durch eingefahrene Verhaltensmuster oft große Probleme mit.

Nachtrag: Da die Frage immer wieder gestellt wird: warum heißt das Abstandshaus „Haus der Demut“?

„Nichts ist selbstverständlich…“

Natürlich wird in diesem Haus keiner gedemütigt. Es geht in diesem Haus darum, eine eigene innere Einstellung zu seinem Leben und seinem Umfeld zu finden. Wenn ein junger Mensch das Haus nutzen möchte, war sein Verhalten zuvor meist geprägt von Übermut, Selbstüberschätzung und dem Spielen von Rollen. Ein Rauswurf aus der Gruppe drohte, da ein Miteinander nicht mehr möglich war.

Demut bedeutet für uns, Respekt vor sich und anderen zu wahren, sich und seine Mitmenschen zu schätzen, sich und anderen zu vergeben und zufrieden mit sich zu sein.

Wir möchten uns an dieser Stelle bei den Helfern und Spendern bedanken, welche uns diesen wichtigen Baustein unserer Arbeit ermöglichen.

Der Bachlauf ist wieder schön

# Arbeits- „blog“

Wer gestern durch unseren Ort gefahren ist hat gesehen, wie fleißige Menschen mit CoLab-T-Shirts an und Freischneidern in der Hand, die Hänge an unserem Bachlauf wieder auf Vordermann gebracht haben.

Da dies sicher das letzte Mal in diesem Jahr war, verabschiedet sich unser Landschaftsteam schon einmal bis zum nächsten Jahr.

Aus Alt mach Neu!

# Arbeits- „blog“

Wir hatten diesen tollen alten Schrank, der uns zwar gut gefallen hat, allerdings war dieser überhaupt nicht mehr schön.

Also haben wir ihn in die Werkstatt geschleppt, um ihn aufzuhübschen. Wir haben zunächst alle Schrankteile gründlich abgeschliffen. Nachdem das erledigt und alles wieder sauber war, ging es in den Baumarkt. Wir mussten uns ja noch für eine neue Farbe entscheiden … und wie es bei uns häufig so ist, war das mit dem Entscheiden schwierig und es wurden zwei Farben 😉

Nun ging es ans Streichen.

Ungeduldig warteten wir nun darauf, dass die Farbe endlich getrocknet war und wir den Schrank wieder zusammenbauen konnten.

Nun hat er seinen neuen Platz und seine neue Aufgabe gefunden, denn er darf unsere Sammlung an Schulbüchern beheimaten. Und so schaut er fertig eingeräumt aus 🙂

Unsere neue Speisekammer

# Arbeits -„blog“

Seit einiger Zeit freuen wir uns auf unsere neue Vorratskammer. Bis heute wurde wurde von unserem Anleiter und unseren Jungs schon ganz viel getan:

  • ein Wasserschaden wurde behoben
  • die sanitären Anlagen wurden abgebaut
  • der Raum wurde komplett entkernt
  • die Sanierung der Wände wurde durchgeführt
  • der Boden wurde mit integrierter Wärmedämmung neu aufgebaut
  • die Decke wurde neu eingezogen
  • die Elektrik wurde neu aufgebaut
  • die Wände wurden neu verkleidet und verputzt
  • der PVC-Boden wurde verlegt
  • und es wurde gestrichen

Und heute wurde endlich die letzte Steckdose angeschlossen:

Morgen können dann der Kühlschrank und die Regale rein & dann kann alles schön sortiert und beschriftet werden 🙂

Jugendliche gestalten ihr Zuhause

In unserer Außen- Wohn- und Arbeitsgemeinschaft (AWAG) Mittelmühle helfen die Jugendlichen bei der Renovierung mit. Dort erhalten die Jugendlichen eine erfolgversprechende Chance auf ein selbstbestimmtes, wertvolles Leben und eine solide berufliche Basis.

In dieser Einrichtung können die jungen Menschen nochmals komplett neu anfangen. Hier leben und arbeiten die Jugendlichen zusammen mit Sozialarbeitern und fachlichen Betreuern fernab von ihrem Quartier. Die Einrichtung ist so konzipiert, dass sich die jungen Menschen hier wohlfühlen und eine positive Einstellung zur Arbeit entwickeln.

Die Jugendlichen leben in der WG in einem strukturierten Alltag. Dadurch lernen sie Disziplin, persönliches Engagement und ein Zugehörigkeitsgefühl, welches sie zuvor oft nicht kannten. Mancher Jugendliche hat unsere Wohngemeinschaft bereits als „echte Familie“ bezeichnet.

Diese Einrichtung soll nun renoviert werden. Dabei werden die Jugendlichen mithelfen. Sie können Ideen einbringen, wie sie ihr „Zuhause“ gestalten wollen. Dies schafft nicht nur eine persönliche Note, sondern auch einen Bezug zur Einrichtung. Sie haben etwas geleistet, was alle anderen sehen können.

Bereits in der Vergangenheit haben so die Jugendlichen mitgeholfen, z. B. bei der Renovierung der Küche oder des Wohnzimmers. Nun stehen weitere Räume an, die einer Erneuerung bedürfen, z. B. das Badezimmer.

Folgende Arbeiten führen die Jugendlichen durch, einige unter fachlicher Anleitung:

Tapezieren
Wände streichen
Kabel verlegen
Bad renovieren
Entrümpelungen
Aufräumarbeiten
Einfache Reparaturarbeiten